Tweets by AMAD_org

Fragen und Antworten

 

Auf dieser Seite werden wir nach und nach die häufigsten Fragen zum Archivum Medii Aevi Digitale und die Antworten darauf veröffentlichen.

Sie haben eine Frage? Dann kontaktieren Sie uns gerne unter amad@mittelalter.blog                   

 

Was ist AMAD?

Das „Archivum Medii Aevi Digitale“ (AMAD) ist eine interdisziplinäre, fachwissenschaftlich betreute Open Access-Publikationsinfrastruktur für Mittelalterforschende. Das Publizieren, Recherchieren und Diskutieren der Texte ist für alle Nutzer*innen frei von Zugangsbeschränkungen und Gebühren möglich.

Wer kann AMAD nutzen?

Forschende aus allen Teilbereichen der Mediävistik können AMAD für das Publizieren ihrer wissenschaftlichen Arbeiten nutzen. Eine institutionelle Zugehörigkeit ist keine Voraussetzung.

Welche Art von Veröffentlichungen finde ich in AMAD?

Autor*innen haben zum einen die Möglichkeit qualitätsgesicherte Erstveröffentlichungen und Zweitveröffentlichungen unter offenen Lizenzen bzw. einer Deposit-Lizenz, die ein einfaches Nutzungsrecht einräumt, verfügbar zu machen (Open Access Diamond und Open Access Green). Die PDF-Dateien dieser Publikationen werden im Repositorium langzeitarchiviert. 

AMAD führt zum anderen im Bereich Externe Ressourcen laufend die Metadaten von Publikationen, die andernorts unter Open Content-Lizenzen erschienen sind, zusammen und macht sie gemeinsam durchsuchbar. Über diese Metadaten gelangen Nutzer*innen zu den andernorts archivierten PDF-Dateien.

Werden die Veröffentlichungen langzeitarchiviert?

AMAD und die dort archivierten Texte bleiben natürlich auch über die Finanzierungsperiode der DFG hinaus verfügbar. Dies ist über unseren Projektpartner HeBIS (Hessisches Bibliotheksinformationssystem) möglich, der den Weiterbetrieb der Publikationsinfrastruktur und die Archivierung der Daten gewährleistet.

Jeder Text erhält automatisch einen DOI (Digital Object Identifier) und ist dadurch eindeutig und dauerhaft identifizierbar und zitierbar, ganz unabhängig von etwaigen Änderungen und Umstrukturierungen der Webseiten und des Repositoriums.

Für die Langzeitarchivierung und die stabile Adressierung der andernorts verfügbaren Inhalte sind auch die Betreiber der anderen Angebote, z. B. Universitäten, Forschungseinrichtungen und Bibliotheken zuständig.

Welche Textsorten finde ich in AMAD?

In AMAD werden wissenschaftliche Monographien, Aufsätze und Sammelbände aus allen Fächern, die die Epoche des Mittelalters (ca. 500–1600) erforschen und ein Veröffentlichungsdatum ab 1800 aufweisen, aufgenommen.

Wie kommen die Inhalte zu AMAD?

Autor*innen können Manuskripte zur Erstveröffentlichung einreichen oder Texte, die bereits andernorts digital oder gedruckt erschienen sind, zur Zweitveröffentlichung hochladen.

AMAD führt durch ein automatisiertes harvesting anderer Datenquellen bereits andernorts veröffentlichte Open Access-Publikationen automatisiert aus stabilen und wissenschaftlich einschlägigen Datenquellen zentral zusammen und macht sie gemeinsam durchsuchbar. Dem aktuellen harvesting liegen die größte deutsche, universale Suchmaschine für wissenschaftliche Dokumente BASE, die interdisziplinäre mediävistische Literaturdatenbank RI-OPAC und das Wissenschaftsblog Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte zu Grunde.

Wie werden die Inhalte qualitätsgesichert?

AMAD sichert die Qualität seiner Erstveröffentlichungen auf unterschiedliche Weise:

Aufsätze werden in einem von AMAD eigens entwickelten, mehrstufigen und transparenten Review-Verfahren geprüft.

Für Monographien muss eine Publikationsempfehlung vorliegen, die auf Grund nachvollziehbarer Kriterien abgegeben worden ist. Bei Dissertationen zum Beispiel kann diese von den Dissertationsbetreuer*innen kommen.    

Sammelbände werden nach Absprache mit den Herausgeber*innen veröffentlicht. Es steht diesen frei, die einzelnen Beiträge vor der Einreichung anderweitig prüfen zu lassen. 

Zweitveröffentlichungen, i.d.R. Verlagspublikationen, haben bereits einen Qualitätssicherungsprozess durchlaufen. Sie werden nur noch formal geprüft.

Externe Ressourcen werden sehr sorgfältig ausgewählt. Die Filterkriterien und Filterroutinen für das automatisierte harvesting wurden in enger Abstimmung zwischen den Fachwissenschaftler*innen und IT-Spezialist*innen im Projektteam erarbeitet und verfeinert. Das harvesting wird fortlaufend fachwissenschaftlich kontrolliert und kuratiert. Die Qualität der verfügbaren Metadaten ist jedoch abhängig von der ausliefernden Datenquelle. Ein nachträgliches Korrigieren von importierten Daten ist nicht möglich.

Unter welchen Lizenzen sind die Publikationen verfügbar?

Das Projekt unterstützt Open Access im Sinn der Berliner Erklärung. Es nutzt daher ausschließlich Open Content Lizenzen bzw. Depositlizenzen, die zumindest ein einfaches Nutzungsrecht einräumen.

Die Standardlizenz für Erstveröffentlichungen ist CC BY-SA 4.0 (Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen).CC0 (Public Domain) und CC BY (Namensnennung) sind wünschenswert. CC BY-NC 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell) und CC BY SA-NC-ND 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung) sind zugelassen. Wir bevorzugen und empfehlen die Standardlizenz.

Publikationen müssen unter offenen Lizenzen zugänglich gemacht worden sein, damit sie als Zweitveröffentlichungen oder als Externe Ressourcen in AMAD verfügbar gemacht werden können. 

Welche Maßnahmen erhöhen die Auffindbarkeit der Publikationen?

Neben der Vergabe eines DOI (Digital Object Identifier) zur eindeutigen und dauerhaften Zitierbarkeit des Textes, werden für jeden Text ausführliche Metadaten erfasst, wozu auch die Vergabe von Schlagworten und die Zuordnung zu einem Fachgebiet gehören. Damit ist nicht nur das Suchen nach Autor*innen und Titeln möglich, sondern es kann auch nach Schlagworten und Fachdisziplinen recherchiert werden. Diese Metadaten werden gleichzeitig mittels Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH) anderen Datenbanken für den Export zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden sie auch aktiv exportiert und sind z. B. im RI-OPAC erfasst, was ihre Auffindbarkeit in der mediävistischen Community unterstützt und ihre Sichtbarkeit erhöht.

Die Aufsätze werden nach dem erfolgreich abgeschlossenen Review-Verfahren als Blogartikel auf dem Wissenschaftsblog Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte zur Diskussion durch die Fachcommunities eingestellt. Die Sichtbarkeit der Publikationen und der Fachdiskurs werden zudem über verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Wissenschaftskommunikation unterstützt, z. B. durch flankierende Blogbeiträge und Social Media-Aktivitäten. 

Was macht die Fachredaktion?

Die Inhalte und Publikationsprozesse von AMAD werden von einer Redaktion fachwissenschaftlich betreut. Sie setzt sich interdisziplinär zusammen. Bei der Erstveröffentlichung von Publikationen, besonders von Aufsätzen, arbeitet die Fachredaktion analog zu einem Herausgeber*innengremium und der Redaktion einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Sie organisiert und betreut die nötigen Review- und Publikationsprozesse. Zweitveröffentlichungen prüft sie formal und unterstützt bei Upload und Verbreitung. Beim harvesting erstrecken sich ihre Aufgaben auf die fachwissenschaftliche Aufbereitung der automatisiert eingehenden Publikationen, d. h. die Dublettenkontrolle, die Beschlagwortung, die Prüfung der Metadaten usw.

Welches System nutzt AMAD?

AMAD besteht aus drei technichen Komponenten, die die verschiedenen Anforderungen an die unterschiedlichen Publikationsprozesse unterstützen: Das DSpace-Repositorium übernimmt die Archivierung und Erschließung der Publikationen. Über das Open Journal Systems-Redaktionstool werden die Einreichung und die Qualitätssicherung der Publikationen organisiert. Das WordPressblog „Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte“ sorgt für die Fachdiskussion und die Sichtbarkeit der Publikationen. Alle drei Komponenten sind unter einer gemeinsamen Oberfläche aufrufbar.

Welche Funktionen bietet AMAD?

Anmelden: Ein Login wird nur für die Einreichung und das Review eines Manuskripts benötigt.

Zur Einreichung und Begutachtung: Nach der Anmeldung können Autor*innen, Redakteur*innen und Reviewer*innen das Redaktionssystem zur Verwaltung und Bearbeitung der Einreichungen nutzen. In ihm können Texte hochgeladen, gelesen und kommentiert werden.

Suche/Erweiterte Suche: Auf der Startseite werden automatisch alle Bereiche übergreifend durchsucht. Es kann aber auch in den Bereichen oder absteigend in den Teilbereichen gestöbert werden.

Facetten: Eine gezielte Recherche nach Autor*in, Schlagwort und Fachgebiet sowie eine Auflistung nach und Suche nach Bereichen, Sammlungen und Veröffentlichungsdatum ist möglich.

Wie werden erstveröffentlichte Aufsätze angezeigt?

Die Aufsätze sind als Sammlungen angelegt. Dort sind sowohl die Metadaten mit den zugehörigen Dateien als auch die Kommentare zu den auf „Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte“ zur Diskussion veröffentlichten Aufsätzen zu finden. Die im Rahmen des Review-Verfahrens ebenfalls veröffentlichten Reviews zu den eingereichten Aufsätzen werden als eigene Publikationen in der gleichen Sammlung mit eigenen Metadaten unter dem jeweiligen Autor*innennamen publiziert.

Wie kann ich in einer Trefferliste die neuesten Veröffentlichungen finden?

Bei Sortieren der Dokumente auf „Datum“ klicken und danach den Button „Aktualisiere“ drücken.

Was beinhaltet die Beschreibung einer Publikation?

Zu den grundlegenden Metadaten gehören: Personen, Titel, Datum, Schlagworte. Diese Informationen werden nach der Suche beim Klick auf einen Treffer in der sogenannten Kurzanzeige gezeigt. Weiterführende Angaben können in der jeweiligen Langanzeige betrachtet werden. Jeder Titel erhält einen DOI (Digital Object Identifier), durch den er eindeutig und dauerhaft identifizierbar und zitierfähig ist. Dies gilt auch für die Reviews zu den erstveröffentlichten Aufsätzen.

Warum sind manche Metadaten irritierend bzw. unzureichend?

Das Fehlen einzelner Felder und Informationen kann unterschiedliche Gründe haben: So gehen beim Import aus anderen Datenbanken mitunter Informationen verloren, weil sie beim Export in falsche Kategorien „verpackt“ wurden. Es kann aber auch an einer fehlerhaften Konversion beim Import auf der Seite von AMAD liegen. Derlei Fehlern kann nur nachgegangen werden, wenn sie systematisch und in großen Datenmengen bei einer Quelle vorkommen. Die Auffindbarkeit von Publikationen hängt entscheidend davon ab, wie sorgfältig Metadaten eingepflegt werden. Für die Erstveröffentlichungen und Zweitveröffentlichungen leistet die Fachredaktion diese Arbeit. Ein nachträgliches Korrigieren der importierten Daten im Bereich Externe Ressourcen ist nicht möglich.

Wo kann ich Feedback zum Repositorium geben?

Allgemeine Anfragen, Kommentare und Feedback können an amad@mittelalter.blog gerichtet werden.

Zu den Suchtreffern gibt es den Button Feedback zum Suchtreffer. Dort können Kommentare zum Titel in ein Webformular eingetragen werden.