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Date: 2011
Title: Der Januskopf der dudeschen hense. Zwischen "Globalisierung" und Abschottung
Author: Hammel-Kiesow, Rolf
Abstract: Der Artikel greift die Frage aus Hammel-Kiesows Artikel von 2007 nochmals auf, ob die Hanse als Akteurin einer Globalisierung bezeichnet werden könne. Hammel-Kiesow bejaht die Frage und untermauert seine These mit einigen konzeptionellen Überlegungen. Als Akteure der Globalisierung unterscheidet Hammel-Kiesow zwischen den Kaufleuten einerseits, die in Kontorsgemeinschaften organisiert waren, und den Hansetagen andererseits, in denen die Heimatstädte der Kaufleute ihre Politik zur Sicherung der Privilegien koordinierten. Für fünf Globalisierungskriterien weist Hammel-Kiesow anschließend nach, dass die Hanse sie erfüllte: Erstens sorgte sie für eine Expansion der Handelsradien, zweitens ermöglichte der hansische Handel eine standortunabhängige Wirtschaftsweise, drittens förderte die gestiegene Nachfrage den Auf- bzw. Ausbau einer gewerblichen Infrastruktur in den Erzeugerländern, viertens beeinflusste sie die Produktionsart einzelner Produkte, vornehmlich Tuch. Fünftens handelten die Hansekaufleute auch mit nichthansischen Kaufleuten zusammen. Zum Schluss geht Hammel-Kiesow noch auf das Thema der Abschottung ein. Die Hanse habe durchaus versucht, einzelnen Kaufleutegruppen den Zugang zu Nord- und Ostsee zu erschweren. Allerdings wurden solche Beschränkungen mit wechselnder Emphase betrieben und nie umfassend durchgesetzt. Zudem sollten sie nicht als Indiz gewertet werden, dass es mit der Globalisierung der Hanse doch nicht so weit her gewesen sei, denn auch heute bildeten Abschottungstendenzen durchaus eine übliche Begleiterscheinung der Globalisierung.
This article can be seen as a follow up to Hammel-Kiesow (2007): He discusses in more detail whether the Hanse can be regarded as an agent of globalization. He differentiates between merchants on the one hand and Hanse diets on the other hand, both agents of globalization in five ways: They promoted the expansion of trade, decoupled production and sales, fostered commercial infrastructure, influenced ways of production especially of cloth and cooperated with non-Hanse merchants. It is true, Hammel-Kiesow concedes, that the Hanse tried to ban non-Hanse merchants at certain times from certain areas, but those politics of exclusion were only temporary and seldom firmly enforced. Furthermore, such exclusion should not be seen as a sign that globalization was not a goal of the Hanse after all, since even today globalization and exclusion often go hand in hand.
Description: Dieser Aufsatz wurde zweitveröffentlicht in: Handel, Geld und Politik. Gedenkschrift zu Ehren von Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow, hrsg. von Angela Huang und Ulla Kypta, bearb. von Mareike Nedel, Frankfurt am Main: AMAD, 2022.
URI: http://doi.org/10.25716/amad-85328
Appears in Collections:Handel, Geld und Politik. Gedenkschrift zu Ehren von Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow


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